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Mit der Diskussion des Mindestlohnes erreicht die Skala der wirtschaftlichen Naivität seiner Befürworter ihren Höchststand. Der Staat diktiert hierbei mit Hilfe des Mindestlohnes dem Arbeitgeber, wie viel er seinem Arbeitnehmer mindestens in die Lohntüte einzubezahlen hat.
Was aber, wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber einen Lohn bezahlen muss, der höher ist als seine Produktivität ? Wenn also der Arbeitgeber seinem Arbeiter 7,50€ bezahlen muss, der Arbeitnehmer aber durch seine Arbeitsleistung nicht mehr als 5,00€ erwirtschaftet. Dann muss man kein Prophet sein, um vorherzusagen, was die logische Konsequenz aus dem Mindestlohn ist, nämlich Arbeitslosigkeit und Schwarzarbeit.
Dieses Problem wird durch den Mindestlohn besonders in Ostdeutschland verstärkt, da dort das Produktivitätsniveau deutlich geringer ist als in Westdeutschland. Es ist aber politisch nicht durchsetzbar einen Mindestlohn einzuführen, der im Westen höher ist als im Osten. Es ist also anzunehmen, dass die Arbeitslosigkeit im Osten durch den Mindestlohn stärker ansteigen dürfte als im Westen. Dem ohnehin schon wirtschaftlich, gebeutelten Ostdeutschland werden die negativen Konsequenzen des Mindestlohnes so doppelt schmerzlich treffen. Der Mindestlohn kann also kein wirtschaftliches Instrument sein, das positive Impulse auf dem Arbeitsmarkt abgibt. Ganz im Gegenteil. Der Mindestlohn wird zwangsläufig Arbeitsplätze vernichten und die Schwarzarbeit fördern. Ein Lohn kann nur so hoch sein wie die jeweilige Produktivität eines Arbeiters. Jeder Lohn ,der höher ist, vernichtet Arbeitsplätze. Punkt!
Der Mindestlohn bringt aber noch weitere negative Konsequenzen mit sich. Durch den Mindestlohn entsteht besonders im Niedriglohnsektor ein Allokationsproblem an Arbeitskräften. Das Angebots- und Nachfrageprinzip zwischen Arbeitnehmer- und geber und die „unsichtbare Hand“ werden durch den Mindestlohn faktisch ausgeschaltet und so wird man vor dem Problem stehen, dass es in einer Niedriglohnsparte (z.B. Friseure) zu viele Arbeiter gibt und in einer anderen Sparte zu wenige.
Ein weiteres Problem des Mindestlohnes: Er dreht die Lohnspirale in ganz Deutschland ohne adäquaten Produktivitätszuwachs nach oben, da sich die einzelnen Lohnniveaus durch den Mindestlohn gegenseitig nach oben schrauben, was zur Folge hat, dass nicht nur im Niedriglohnsektor Arbeitslosigkeit entsteht, sondern diese sich auch auf höher qualifizierte Bereiche ausbreitet.
Durch den Mindestlohn wird ein negatives arbeitsmarktpolitisches Klima geschaffen, da Unqualifiziertheit subventioniert wird und der Leistungsanreiz gesenkt wird sich weiterzubilden und eine höherqualifizierte Qualifikation anzustreben. Die Konsequenz werden eine Zunahme an Niedrigqualifizierten sein, in einem Arbeitsmarkt, dem es an höher qualifizierte Arbeitnehmer mangelt. Eine durch die Politik initiierte ökonomisch Fehlentwicklung!
Es steht außer Frage, dass man von seiner Arbeit ein würdevolles Leben bestreiten können muss. Alles andere wäre ein Avatismus. Die liberale Alternative heißt negative Einkommenssteuer! (Werde im nächsten Beitrag das Modell vorstellen und die Vorteile gegenüber dem Mindestlohn darlegen.)
7 Antworten auf Die Schattenseiten des Mindestlohnes