Menschenwürdiges Sterben ist ein ungeheuer vielschichtiges Thema, da gibt es viele Standpunkte, die -für sich genommen -je einleuchten, auch wenn sie sich gegenseitig ausschließen.
Wieder scheint es so zu sein, dass man sich aus dem ethischen Ja-Nein-Dilemma befreien muss. Das Problem wird nicht gelöst, indem wir auch in Deutschland die professionelle Sterbehilfe von Dignitas einfach erlauben – wie viele neue Probleme davon geschaffen werden, weiß aber niemand. Aber auch das einfache Verbot wird uns nicht weiter helfen.
Der Schlüssel zum mesnchenwürdigen Sterben scheint in der Paliativ-Medizin zu liegen. Menschen von Schmerzen zu befreien statt ihr Leben unnötig zu verlängern – da hinein sollten die Investitionen fließen.
Eine Neuausrichtung der Medizin am Ende des Lebens ist also nötig. Weniger lebensverlängernde Intensiv-Medizin, mehr Schmerzlinderung und Betreuung – das ist sicher kein teurer, aber ein wesentlich menschenfeundlicherer Weg.