Filmtitel: Fahrstuhl zum Schafott
Originaltitel: Ascenseur pour l’échafaud
Produktionsjahr/-land: Frankreich 1958
Drehbuch: Roger Nimier, Louis Malle
Regie: Louis Malle
Besetzung: Jeanne Moreau (Florence Carala), Maurice Ronet (Julien Tavernier), Georges Poujouly (Louis), Yori Bertin (Veronique), Jean Wall (Simon Carala), Gérard Darrieu (Maurice), Iván Petrovich (Horst Becker), Elga Andersen (Madame Becker), Lino Ventura (Inspektor Cherier)
Handlung: Julien und Florence sind ein Liebespaar. Doch Florence ist mit dem deutlich älteren Unternehmer Simon Carala liiert, in dessen Unternehmen Julien angestellt ist. Eines Tages beschließen beide einen Mordplan, um sich Simon und damit aller Barrieren zu entledigen. Julien führt den Mordplan aus, von dem er glaubt, das er perfekt ist. Über den Balkon des Hochhauses klettert er nach Büroschluß zu Carala hoch, um ihn zu erschiessen. Ein Alibi verschafft er sich, in dem er seiner ebenfalls noch anwesenden Sekretärin vormacht, das er zu tun hat und nicht gestört werden möchte. Alles scheint gut zu laufen.
Doch als Julien gerade mit dem Auto nach Hause zur bereits sehnsüchtig wartenden Florence fahren will, bemerkt er seinen Fehler! Mit dem Seil, das er zum klettern in die höhere Etage benutzt hat, hat er eine allzu deutliche Spur hinterlassen. Er muß also nochmal zurück. Doch gerade als er im Fahrstuhl den Weg nach oben fährt, schaltet der Hausmeister die Stromzufuhr ab. Julien bleibt stecken. Währenddessen wird sein Auto von einem jungen Liebespaar geklaut, welches sich als Herr und Frau Tavernier ausgeben. Florence hält es bald nicht mehr aus. Ziellos irrt sie durch das Pariser Nachtleben, auf der Suche nach Julien.
Anmerkungen: Wow! Das ist das beste Drehbuch für einen Krimi, den ich jemals gesehen habe. Aber aufgrund der Beziehung zwischen Florence (grandios: Jeanne Moreau) und Julien wird die stets spannende Geschichte mehr und mehr zu einem Drama. Überhaupt ist der Film bis in die Nebenrollen vorzüglich besetzt (man denke nur an Lino Ventura als Inspektor!) und wird durch den Jazz-Soundtrack von Miles Davis veredelt, der wie gemacht für diesen Film scheint, vor allem für die melanchonischen Szenen, in denen Florence ziellos durch das Pariser Nachtleben irrt – immer in der spärlichen Hoffnung, durch Zufall dort auf Julien zu treffen. Sprichwörtlich großes Kino!
Bewertung:
HUMOR: 1/3
ANSPRUCH: 3/3
ACTION: 1/3
SPANNUNG: 3/3
Fazit: Uneingeschränkt empfehlenswert. Ein echter Klassiker!