Viel Spaß mit dem Post-Mindestlohn!

Ein kurzer Auszug:

Claus Hulverscheidt (SZ):
“Wie auch immer man zum Thema Mindestlohn stehen mag – was die Politik, die Post, Verdi und die Möchtegern-Wettbewerber in den letzten Wochen gemeinsam angerichtet haben, ist ein Desaster. Es gibt keinen einzigen Gewinner, sondern nur Verlierer: Den Post-Mitarbeitern nutzt der Mindestlohn nichts, weil sie in aller Regel ohnehin mehr als 9,80 Euro verdienen. Die Beschäftigten und Beschäftigungsanwärter bei TNT, Hermes und PIN bekommen nicht den Mindestlohn, sondern gar nichts, weil sie arbeitslos werden oder bleiben. Und der Verbraucher zahlt weiter hohes Porto, weil er um die Dienste eines Staatsmonopolisten nicht herumkommt.”

Das kann ja bis 2009 und darüber hinaus noch ein herrlicher Spaß werden. Die SPD ist der realitätsfremden Ansicht, das der Mindestlohn sozial wäre und traut sich nicht, mal etwas eingehender darüber nachzudenken – aus Angst, das ihr 2009 das einzige greifbare Thema für den Wahlkampf abhanden kommt. Die CDU hat auch ein wenig Angst – nämlich die, das die SPD tatsächlich von dem Mindestlohn als Wahlkampf-Thema profitieren könnte und stimmt zumindest (erstmal) dem Post-Mindestlohn zu, in der Hoffnung der SPD den Wind aus den Segeln zu nehmen (das Gegenteil ist der Fall!). Verdi verhält sich wie die SPD und die Post freut sich, das sie weiter ein faktisches Monopol behält.

Wie war das noch? Sozial ist was Arbeit schafft? Der Mindestlohn schafft keine Arbeit – er bringt Arbeitsplätze in Gefahr oder vernichtet sie sogar. Wacht endlich auf!!

[Weitere Informationen im Internet]

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