Wenn Kinder im Alter von weniger als drei Jahren eine Kinderkrippe besuchen dann erhöht sich die Chance, dass sie später einmal Abitur machen. Auch die Wahrscheinlichkeit, ein höheres Einkommen zu erlangen, wächst signifikant.
Eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung kam zu diesem – eigentlich nicht überraschenden – Resultat.
Die Zahlen sind eindeutig: betrug die Chance für Kinder, die Anfang der 1990er Jahre geboren wurden und keine Kinerkrippe besuchten, ins Gymnasium zu kommen, 36,3 %, so lag diese Wahrscheinlichkeit für ihre Altersgenossen mit Krippenbesuch bei 50,2 %. Wenn die Eltern selbst einen Hauptschulabschluss hatten, verdoppelte sich dich Chance für das Kind, Abitur zu machen, sogar fast von 11,2 auf 20,4 %.
Diese Zahlen sollten all jene zum Nachdenken anregen, die immer noch glauben, es sei das beste für jedes Kind, bis zum Alter von drei jahren oder sogar bis zum Schulbesuch allein von der Mutter betreut zu werden. Institutionelle frühkindliche Bildung hat offensichtlich viele positive Effekte, auch das Zusammensein mit vielen anderen Kindern, das frühzeitige Erlernen von Rücksichtnahme auf die Gruppe, die Freude an der Anerkennung einer Leistung unter Gleichaltrigen und das Lernen, sich in zeitliche und räumliche Randbedingungen zu integrieren gehören dazu.
Die Eltern, die ihren Kindern diese Erfahrungen schon im Alter von zwei oder drei Jahren ermöglichen, sind ganz gewiss keine “Rabeneltern”.
Wenn diese Studien wenigstens insoweit fruchten würden, dass Erzieherinnen o.ä. auch im Verhältnis zu deren Leistungen ein entsprechendes Gehalt hätten.
Da machen junge Frauen jahrlang Ausbildungsgänge, Schulabschlüsse und Praktika um dann nachher zu schauen, ob sie überhaupt nen Job bekommen. Dank’ Kibiz gibt es schon Probleme eine Stelle für das Anerkennungsjahr zu bekommen…