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Lidl spioniert die eigenen Mitarbeiter aus. Versteckte Kameras die offiziell als Schutz vor Dieben installiert werden, dienen zur systematischen Überwachung der Angestellten. Privaten Gesprächen und die Lebensituation so wie die Arbeitsweise der Angestellten wird genau notiert. Selbst wer wann wie oft auf die Toilette gegangen ist wir aufgezeichnet. Die meisten dieser Berichte stammen aus Filialen in Niedersachsen, hinzukommen Filalen in Rheinland-Pfalz, Berlin und Schleswig- Holstein.
Auszug aus den Aufzeichnungen:
“Mittwoch, 14.05 Uhr: Frau M. möchte in ihrer Pause ein Telefonat mit ihrem Handy führen, es erfolgt die automatische Ansage, dass das Guthaben auf ihrem Prepaid-Handy nur noch 85 Cent beträgt. Schließlich erreicht sie telefonisch eine Freundin, mit welcher sie heute Abend gerne gemeinsam kochen würde, dieses setzt aber voraus, so Frau M., dass ihr Gehalt bereits gutgeschrieben wurde, da sie ansonsten kein Geld mehr hätte, um einzukaufen.”
Die Gewerkschaft Ver.di fodert für die Lidl Mitarbeiter einen Schadenersatz, sie will ein Exemple statuieren. Ver.di strebt ein Musterklage an.
Is schon hart. Das sind wirklich DDR-Verhältnisse.