(Falls Personen/Namen auftauchen: ich verwende Fakenamen/-nicks)
Dong Open Air 2008 – More Evilor Than Skeletor
18./19.07.2008 bei Neukirchen-Vluyn am Niederrhein
Der Berg und das Festival
Das Dong Open Air existiert seit über 5 Jahren. Ein Großteil der Bands ist dem Newcomer-Bereich zuzuordnen.
Der Veranstaltungsort gehört wohl mit zu den ungewöhnlichsten im Festivalbereich. Das Festival findet oben auf der Halde Norddeutschland (100m hoch, ab Fuss) bei Duisburg statt. Das Plateau oben auf dem Berg ist, bald wie ein Vulkankrater, von einer Anhöhe umsäumt. Das gibt auch direkt die maxmimale Anzahl der Besucher vor.
Der Kartenvorverkauf für das diesjährige Dong verlief so, dass die etwa 1.500 Karten nach wenigen Tagen verkauft waren. Eine Karte kostete 26,66 Euro. Viele der Hilfskräfte (Theke, Essen, …) dort arbeiten quasi ehrenamtlich gegen freien Eintritt und Essensmarken, etc… Dafür haben dann diejenigen auch einiges zu tun.
Vorab: Für mich war es das erste Dong.
Früher konnte man nur über die Strassen/Wege, die um den Berg verlaufen, nach oben. In diesem Jahr gab es ein Taxiunternehmen, was einen Bulli zwischen Fuss und Gipfel pendeln lies und die Möglichkeit eine Treppe (“Himmelstreppe”), die im Laufe des Jahres gebaut wurde, zu nutzen. Diese Treppe ist ansich für den Tourismus gebaut worden, nicht speziell fürs Dong
Mit Handwagen o.ä. ist sie natürlich garnichts nütze und wer da hochgehen will, weiss danach auch was er getan hat, da die Treppe recht steil ist.
Der Berg ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Er wird auch viel von Sportlern (Rad/Laufen) zum trainieren genutzt.
Dong Open Air 2008 – More Evilor Than Skeletor
Das Motto von diesem Jahr ist nicht unbedingt jedem verständlich. Skeletor war der Oberbösewicht bei den Masters of the Universe Actionspielfiguren von Mattel in den 80er Jahren
Tag 1 – Freitag, 18.07.2008
Tja, parken in bergnähe ist nicht mehr… Dafür war ich dann doch zu spät.
Gegen 10:00 steht der Wagen an einer Strasse die schon soweit vom Berg entfernt ist, dass der Gipfel nur noch schwer auszumachen ist. Eine Parkeinweiserin sorgt dafür, dass nicht zu große Lücken zwischen den Wagen gelassen werden.
Das an dem Freitag keine 2 Wochen mehr bis zum Wacken Open Air waren, merkte man an den Autos. Jede Menge von den Wacken-Autofähnchen aus dem Full-Metal-Bag vom letzten Jahr waren zu sehen. Das Full-Metal-Bag (schwarzer Turnbeutel) ist eine Beigabe die man beim Eintauschen der Eintrittskarten bekommt und so Sachen wie Regenponchos und Kullis enthält.
Mit Hilfe eines Spanngurtes fixiere ich den Großteil meiner Campingausrüstung auf einem Fahrradanhänger und dann ging es los. Nach etwa 10 Minuten war ich am Fuss des Berges. Dort gab es u.a. eine Tafel für die Sportler, wo verschiedene Wege auf den Berg erklärt waren und die Treppe, die echt steil ist.
Da der Kuddel keine Alternative überlies, ging ich, wie viele andere auch, zu Fuss den Berg hoch. Zuerst auf einer geteerten Strasse, später über Schotterwege. Ich wusste nach einer halben Stunde oben am Gipfel auch was ich getan hatte.
Mein Ziel war das Camp der Schreiberlinge eines Internetforums, wo ich auch halbwegs aktiv bin. Auf dem Weg über dem Campingplatz kam mir John entgegen. Ihn kannte ich schon von einem Konzertbesuch und so fand ich dann auch das Camp. Mit etwas Hilfe wurde dann zügig das Zelt aufgebaut, da das Wetter nicht so berauschend aussah und der ein oder andere Tropfen auch den Boden erreichte.
Da es noch früh war und die erste Band erst gegen 14 Uhr spielte war auch Zeit sich mal umzuschauen. Die Aussicht war echt hammer. Kenne das ja wohl von zuhause, da wir auch eine Abraumhalde in nächster Nähe haben (Ibbenbüren), aber bei uns findet oben kein Festival statt und die Aussicht bietet nicht soviel an Abwechslung im Nahbereich.
Eine weitere Besonderheit ist das Kunstwerk „Hallenhaus“. Andere nennen es auch Blitzableiter
Ein aus Stahlstreben gebautes großes “Hausskelett”.
Das “Festivalgelände” ist ein großes Bierzelt mit einem Vorplatz inklusive Bierpavillion. Alles sehr überschaubar.
Gegen 14 Uhr “eröffneten” dann Path of Golconda das Festival und bis in den Abend wechselten sich die Bands dann ab. Die Running Order ist am Ende des Berichtes zu sehen.
Tag 2 – Samstag, 19.07.2008
Gegen Samstag Mittag wurden direkt die Grailknights als erste Band angesetzt, damit ja alle Leute inne Puschen kommen. Sowas von schräg. Das Publikum, besser gesagt der Battle-Choire, wurde direkt eingeschworen und auf der Bühne sah ich eine der schrägsten Shows überhaupt. Mit riesen Stoffdrachen und urigster Deko. Der Musikstil war sehr abwechslungsreich.
Wirklich eine Überraschung waren RocketChief aus Münster. Hatte ansich eine klassische Rockband erwartet und nicht wirklich in meiner persönlichen “MussIchSehen”-Liste gehabt. Rubert meinte die wären was. Der Sänger sagte auch sofort, dass Metal halt nicht deren Stil wäre, aber sie hätten die dunkelsten Songs ausgesucht, die sie hätten. War ne super Show.
Die Sturmwarnung
Am Ende vom Auftritt gab der Sänger dann durch, dass eine Sturmwarnung für die Region ausgerufen worden wäre und bittet alle Anwesenden den anderen Bescheid zu geben und das alle ihre Zelte sichern sollten. Das Festival ist 2004 schon mal gegen Abend von einem Sturm zerlegt worden. In YouTube gibt es entsprechende Videos und mir erzählten welche davon, die da waren. Über die Hälfte der Zelte wurden zerstört, die PA war Schrott und das DRK baute Notzelte auf, damit die Leute schlafen konnten und im Trockenen waren. Dort oben auf der Kuppe ist der Wind nicht ganz ungefährlich. Nach dem Auftritt standen wir am Bierpavillion vorm Festivalzelt. Neben diesem waren so normale Campingpavillions aufgebaut, wegen der Sonne. Und da kam eine Windböe. *zack* Die 3-4 Pavillions hoben ab und man stand in rumfliegenden Stangen und Plane. Alle Anwesenden packten mit an, damit nicht noch wer was abbekommt oder in die Stangen läuft. Nach 2 Minuten gab es die Pavillions nicht mehr.
Das war auch wohl der Höhepunkt vom Sturm, da später der Wind doch einiges abnahm, wenn auch nicht weg war.
Abendessen gab es am Essenszelt. Dort wurde die Besucher von der örtlichen Gaststätte versorgt. Dort gab es morgens auch belegte Brötchen. Alternativ gab es noch einen Dönerstand, der hatte aber nur Abends auf.
Dann kam das Abendprogramm wie unten zu sehen.
Tag 3 – Sonntag, 20.07.2008
Abbau, Verabschiedung und Rückweg
Die Mountainbiker die den Berg hochkamen guckten doch etwas verdutzt
Running Order – Dong Open Air 2008
Freitag:
14:15 – 15:00 Path of Golconda (D, Death Metal)
15:20 – 16:05 Scarlet Fire (D, Rock)
16:25 – 17:10 Roots Of Death (CH, Thrash)
17:30 – 18:15 Lyriel (D, Folk Rock)
18:35 – 19:20 Moder (D, Black Metal)
19:40 – 20:25 Civilization One (D, Power Metal)
20:45 – 21:30 Grind Inc. (D, Death Metal)
21:50 – 22:50 Suidakra (D, Melodeath/Pagan)
23:10 – OE Dark Tranquillity (SE, Melodic Death Metal)
Samstag:
12:05 – 12:50 Grailknights (D, Melodic Death Metal)
13:10 – 13:55 Commander (D, Death Metal)
14:15 – 15:00 Rocketchief (D, Rock)
15:20 – 16:05 Raintime (IT, Progressive Melodic Death)
16:25 – 17:10 Drone (D, Thrash Metal)
17:30 – 18:15 Torian (D, Power Metal)
18:35 – 19:20 Nohellia (FR, Avant-Garde Black Metal)
19:40 – 20:25 Persefone (AND, Progressive Melodic Death Metal)
20:45 – 21:45 Hollenthon (AT, Symphonic Black Metal)
22:05 – 23:05 Sadist (IT, Progressive Death Metal)
23:25 – OE Sabaton (SE, True Metal)




